Ausführlich blickte Wolfgang Henser auf das vergangene Jahr zurück. Er gehört zur Bürgerinitiative „Mit Abstand am besten“, die sich erfolgreich gegen den Plan stemmte, Windkraftanlagen zu dicht an die Wohnbebauung in Epsingsen, Röllingsen, Meiningserbauer und Ampen zu bauen. Genau die Frage des Abstandes zur Bebauung war auch für Ullrich Dellbrügger der Anlass, gegen das Vorhaben zu stimmen. „Im Stadtgebiet gilt ein Abstand von 1 000 Metern zwischen Windrad und Wohnsiedlung, auf den Dörfern sollte die Hälfte reichen. Gegen diese Ungleichbehandlung habe ich mich gewehrt“. Danach berichtete Diekmann über seine Reise entlang „der wichtigsten Straße in Europa“, wie er unter dem Beifall der Amper die B1 nennt. Genau gestern vor 84 Jahren wurde die Verbindung zwischen Aachen und Königsberg zu Nummer 1 erklärt. Bis Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts hieß sie noch Reichsstraße bevor die Umbenennung in Bundesstraße erfolgte. Er verglich die B1 mit der Route 66 in den USA. „Beide Straßen teilen das gleiche Schicksal. Der Mythos lebt noch, aber rein verkehrsrechtlich existieren beide nicht mehr, weil sie herabgestuft wurden.“ Im Anschluss an seinen Vortrag erläuterte Dellbrügger, was aus der Amper Initiative zum Erhalt des Namens B1 geworden ist. „Viele Ideen mussten verworfen werden, doch es wird eine nichtamtliche Beschilderung eingeführt, die an die B1 in ihrer historischen Bedeutung erinnern wird“, erklärte er.

Zahlreiche Besucher verfolgten die interessanten Ausführungen der eingeladenen Referenten.

2019 jährt sich die kommunale Neugliederung, die 18 Dörfer, unter ihnen auch Ampen, zur Stadt Soest kommen ließ, zum 50. Mal. Aus diesem Anlass warb Heinz Keinemann darum, seine Idee, ein Buch mit Geschichten aus den Dörfern zu erstellen, zu unterstützen.

Soester Anzeiger 18.01.2016

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