kirschblueteDie Landschaft, ist der gesamte biotische und abiotische Bereich des Ökosystems, also Boden, Fauna und Flora, Felsen, Gewässer und die Topographie.

Dem Menschen vermittelt die Land- schaft einen Erlebniswert, der zu Faszination führen oder teilweise gar als Bedrohung aufgefasst werden kann. Das subjektive Empfinden von Land- schaft befindet sich in dauerndem Wandel.

Landschaft ist für den Menschen gleich- zeitig Lebensraum, Naturraum, Kultur- raum, Wirtschaftsraum, Erlebnisraum, Identifikationsraum, Zeugin der Erdge- schichte u.v.m.

Die Kulturlandschaft ist eine vom Menschen veränderte Landschaft. Landschaft, die der Mensch für seine Zwecke verändert, z.B. durch landwirt- schaftliche Nutzung, Verkehrswege und Siedlungen. Der Begriff der Kultur- landschaft geht bis hin zur Stadtland- schaft.

Aus heutiger Sicht ist es schon sehr bemerkenswert, wie der Autor, der Dortmunder Rektor Heinrich Weimann – ein gebürtiger Amper – seine von der reichen Artenvielfalt der Tierwelt geprägten Kindheitserinnerungen, aber auch seine Eindrücke vom Amper Bruch bei einer Rückkehr nach Ampen im Soester Heimatkalender von 1925 schildert.

Deutlich und wehmütig bringt er zum Ausdruck, wie der Mensch die ursprüngliche Feuchtgebiets- Landschaft mit ihren Naturschönheiten zerstört hat.

Dabei hat die für ihn problematische Entwicklung, die er 1925 lediglich in ihren Anfängen beschreiben konnte, die er aber schon damals mit dem für uns modernen Begriff „Kultursteppe“ belegte, seitdem – insbesondere nach dem 2. Weltkrieg – einen weitaus dramatischeren Verlauf genommen.

baumreiheDenn das gesamte Gebiet wurde aus wirtschaftlichen Gründen durch Entwäs- serung, Bachbegradigungen, Abholzungen sowie Schutt- und Erdablagerungen sukzessive völlig umgestaltet und somit ökologisch entwertet.

Dies gipfelte darin, dass über 20 Jahre lang mit stiller Duldung der Behörden ein illegaler Schrottplatz betrieben wurde, der syste- matisch die natürlichen Lebensgrundlagen zerstörte und in erschreckender Weise die Umwelt belastete.

Die Ackerflächen rund um Ampen sind intensiv genutzt. Wertvolle Ackerrandbereiche oder lineare Gehölzstrukturen sind vor allem in Dorfnähe und entlang der Wirtschaftswege vorhanden.

Bei den Grünlandflächen am Ortsrand bzw. dem hofnahen Grünland handelt es sich um meist stark gedüngte artenarme Einheitsbestände, überwiegend in Weidenutzung.

auwald kleinEine Ausnahme bildet die Fläche Herrenteich nordwestlich des Ortskerns Es handelt sich um einen Wiesenbereich, der aus der Nutzung genommen wurde und sich nun mit Hilfe gezielter Entwicklungsmaßnahmen (Anlage von Blänken, einjährige Mahd) zu wertvollem Feuchtgrünland entwickelt.

Feuchtgrünland war früher in den Nieder- ungen lange Zeit ein charakteristisches Landschaftselement.

Die artenreiche Flora der Feuchtwiesen ist Lebensraum für zahlreiche Tiere, wie Schwebfliegen, Käfer und Schmetterlinge. Die Senken, in denen sich das Wasser oft monatelang hält, sind ideale Laichgewässer für Amphibien.

Durch Drainagen im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren wurden Standorte trockengelegt und in intensiv nutzbare Weiden oder auch Ackerflächen umgewandelt.

steinkauz kleinDie zahlreichen Obstwiesen im Ortsrand- bereich und im alten Ortskern sind wichtiger Bestandteil im Landschaftsbild und prägen das Dorfbild.

Vor allem aber stellt diese landwirtschaftliche Kulturform einen unersetzlichen Lebensraum für einen Großteil unserer wildlebenden Tier- welt dar.

Typische Obstwiesenvögel wie Wiedehopf, Steinkauz und Wendehals sind bereits regional ausgestorben, früher gab es sie auch in Ampen. Den Steinkauz haben wir allerdings noch.

Weiterhin leben große Mengen von Insekten und Spinnen, die innerhalb von Nahrungs- ketten eine unersetzliche Rolle spielen, in Streuobstbeständen.
Fledermäuse und Siebenschläfer, Garten- schläfer oder Haselmaus leben in Baum- höhlen. Ungeerntetes Obst bildet im Herbst und Winter eine Nahrungsgrundlage für Tiere der Feldflur.

 

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59494 Soest-Ampen, 1175 Jahre midden in der Welt
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